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Die MAGRAL-Zinssteuerung im Detail

Zinssteuerung, auch Zinsmanagement genannt, bildet einen Sicherungsrahmen um das bestehende Darlehens- bzw. Anlageportfolio, Zinsrisiken werden abgebaut.

Eine effektive Zinssteuerung muss frei von Zinsmeinungen sein; vielmehr muss eine effektive Zinssteuerung auch bei unterschiedlichsten Zinsszenarien eine positive Wirkung entfalten.
Hintergrund: Empirische Studien haben bewiesen, dass bei einer auf Zinsmeinung basierenden Absicherungsstrategie mit markant über 60 % Wahrscheinlichkeit auf die falschen Zinsinstrumente gesetzt wird.
Eine Zinssteuerung soll sich dadurch auszeichnen, dass niemals auf eine Zinsentwicklung „gewettet“ wird (=Zinsmeinung, Zinsprognose), sondern breit gefächerte Zinsszenarien abgedeckt werden.

Philosophie der Zinssteuerung: Eine Zinssicherung darf den Haushalt / das Budget nicht belasten. Dies entspricht den Grundprinzipien von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit.

Konservative Zinssteuerung bedeutet, zu keinem Zeitpunkt das Risiko des Darlehens-/Anlageportfolios in der Gesamtsicht zu erhöhen.
Vorteile konservativer Zinssicherungsinstrumente:

  • Zinssicherheit ohne Veränderung der Grundgeschäfte (Darlehen oder Anlagen).
  • Absicherung von Zeiträumen, die auch weit in der Zukunft liegen können.
  • Einfach, verständlich und leicht nachvollziehbar.

 

Zinsänderungsrisiken bei Darlehen

(bei Anlagen ist es exakt der spiegelbildliche Effekt):

  • Zinsänderungsrisiko für Umschuldungen bestehender Darlehen (bei steigenden Zinsen steigt die Zinsbelastung).
  • Zinsänderungsrisiko für neu aufzunehmende Darlehen (bei steigenden Zinsen steigt die Zinsbelastung).
  • Wertänderungsrisiko bei bestehenden, zinsgesicherten Darlehen (bei fallenden Zinsen müssen die Darlehen zu dem vereinbarten Zins fortgeführt werden. Von einem ggf. niedrigeren Zinsniveau kann nicht profitiert werden).


Zinssicherungsverträge gibt es seit Anfang der 80er Jahre. Der erste bekannte Zinsvertrag wurde 1981 zwischen IBM und der Weltbank geschlossen.
Definition eines Zinstauschvertrages (Swap):

  • Ein Swap ist eine vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen auf der Basis eines zugrundeliegenden Nominalbetrages.
  • Zahler-Swap („Payer“): Swap, bei dem der Vertragspartner einen festen Zins bezahlt.
  • Empfänger Swap („Receiver“): Swap, bei dem der Vertragspartner einen festen Zins erhält.
  • Es werden keine Kapitalbeträge ausgetauscht. Somit entsteht auch keine Forderung bzw. Verbindlichkeit in Höhe des Nominalbetrages. Der zugrundeliegende Nominalbetrag dient nur zur Berechnung der Zinsen.
  • Beim klassischen Zins-Swap wird ein fester Zinssatz (=Swapsatz) gegen einen variablen Zinssatz (=Referenzzinssatz / EURIBOR) getauscht.
  • EURIBOR ist die Abkürzung für European Interbank Offered Rate. Dies ist der Geldmarktsatz unter Banken.

Konservative Zinssteuerung

Es ist zu beobachten, dass in der Berichterstattung häufig der Unterschied zwischen dem Einsatz klassischer Zinssicherungsinstrumente und spekulativer, strukturierter Derivateprodukte nicht erkannt wird.
Über konservative, klassische Zinsinstrumente können Zinsen in den optimalen Laufzeitenbereichen vereinbart werden und dadurch Zinsänderungsrisiken, Zinsrisiken und Wertänderungsrisiken ausgesteuert werden, ohne in die vorhandenen Darlehens- oder Anlageverträge einzugreifen.
 

Nützliche Instrumente zur MAGRAL-Zinssteuerung

Zinskurvenvideo 

"Als die Zinsen laufen lernten..."
Wir machen Zinsbewegungen sichtbar.


Norm zur Zinssteuerung

MAGRAL-Zinssteuerung entsprechend der Norm des
Bundesverbands Öffentlicher Zinssteuerung e.V.


Checkliste Berater-Auswahl Zinssteuerung

Prüfen Sie, ob Ihr derzeitiger Zinsmanagement-
Berater wichtige Kriterien für eine fachgerechte Zinsmanagement-Beratung erfüllt.


Auszug aus der Referenzliste zur MAGRAL-Zinssteuerung