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MAGRAL Zinssteuerung in der Gemeinde Nottuln

Nottuln. Beigeordneter Klaus Fallberg gibt nicht auf: "Wir arbeiten weiter daran, den Haushaltsausgleich ohne Hilfe des Landes hinzubekommen", versprach er am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Und hätte es nicht den massiven Rückgang bei den Schlüsselzuweisungen des Landes gegeben, würde die Gemeinde in diesem Jahr schon einen ausgeglichenen Haushalt haben. So jedoch steht im Etat 2012 ein prognostiziertes Defizit von 2 Millionen Euro. Dieses wird sich aber nun wohl deutlich verringern - auf 1,5 Millionen Euro. 

Grund: Die Gemeinde spürt nun die steigenden Steuereinnahmen des Staates. Die zweite Rate des Gemeindeanteils an der Einkommenssteuer sei deutlich höher als erwartet ausgefallen, berichtete Fallberg bei der Vorlage des Halbjahresfinanzberichtes. Es sei zu erwarten, dass sich dieser Trend im zweiten Halbjahr fortsetze, sodass mit Mehreinnahmen von insgesamt 500 000 Euro zu rechnen sei.

Zu dieser guten Entwicklung für den Haushalt trägt auch die Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Finanzdienstleister MAGRAL AG bei. Das Unternehmen managt für Gemeinde und Gemeindewerke die Kreditzinsen mit sogenannten Zinssteuerungsgeschäften. Bereits im ersten Jahr der Zusammenarbeit - 2011 - durfte sich die Gemeinde über einen Ertrag von 138 000 Euro freuen. In diesem Jahr sind es sogar rund 280 000 Euro. 

Beigeordneter Fallberg wies in der Sitzung erneut darauf hin, dass die Gemeinde bei diesen Zinssicherungsgeschäften ausschließlich die risikofreie Variante nutze. Das Schlimmste, was passieren könne, sei keinen Ertrag zu bekommen. Aus Sicht der Gemeinde hat sich die Zusammenarbeit mit der Magral AG bezahlt gemacht.

Und: Nottulns Beigeordneter bleibt ein Verfechter einer soliden Liquidität in der Gemeindekasse. Aktuell zum 15. August betrug das Barvermögen der Gemeinde rund 6 Millionen Euro. Fallberg berichtete im Ausschuss, dass die Gemeinde die Investitionen für die Sekundarschule aus den liquiden Mitteln bezahlen werden könne. Zwar prüfe man auch immer wieder mal, ob angesichts historisch niedriger Kreditzinsen ein Darlehen sinnvoller wäre, gleichwohl machte der Beigeordnete deutlich, dass er Kassenkredite und eine Neuverschuldung unbedingt vermeiden möchte.

 

Westfälische Nachrichten, 30. August 2012

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