MAGRAL

Zinssteuerung spart in Nohfelden 1,6 Millionen Euro ein

Zinssteuerung

Auszug aus dem Artikel: 

„Das Instrument der Zinssteuerung hat sich sehr bewährt“, sagte Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit (CDU) zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung in der Köhlerhalle in Walhausen, bevor Heinz Reich von der MAGRAL AG aus München, die die Zinssteuerung für die Gemeinde berechnet, den Ratsmitgliedern die Methode vorstellte. Seit 2012 schon übernimmt Magral die Zinssteuerung der Gemeinde Nohfelden. Damals, erinnert Reich, lag der Zinssatz noch bei 2,5 Prozent. Daher sei es gut, dass seine Firma nicht nur gegen steigende Zinsen absichere, sondern auch gegen sinkende. Schließlich liegt der Zinssatz heute bei null Prozent. „Es wäre also dumm gewesen, auf 2,5 Prozent zu bestehen“, so Reich. So habe die Zinssteuerung der Gemeinde bisher 1,6 Millionen Euro eingespart.

Hier können Sie den Artikel herunterladen.

Saarlandpakt – gemeinsam für starke Kommunen

Zinssteuerung
MAGRAL AG, Zinssteuerung und Saarlandpakt
MAGRAL AG referiert zum Thema Zinssteuerung auf der Sitzung der „Technischen Arbeitsgruppe Saarlandpakt“.
Saarland Am Donnerstag, den 21. Februar 2019, wurde die MAGRAL AG zu einer Sitzung der „Technischen Arbeitsgruppe Saarlandpakt“ eingeladen. Ziel dieser Sitzung war es, den Vertretern der Landesregierung, der kommunalen Spitzenverbände und der Kommunen, die MAGRAL-Zinssteuerung sowie die Auswirkungen des Saarlandpakts hierauf vorzustellen. Bei dem sogenannten „Saarlandpakt“ handelt es sich um ein von Ministerpräsident Tobias Hans am 14. November 2018 vorgestelltes Entschuldungsmodell. Unter dem Motto „gemeinsam für starke Kommunen in einem starken Saarland“ wird das Saarland unter anderem insgesamt eine Milliarde Euro an Kassenkrediten von den saarländischen Kommunen übernehmen. Derzeit weisen die saarländischen Kommunen einen Kassenkreditbestand von ca. 2,1 Mrd. EUR auf. Die nach der Umsetzung des Saarlandpakts bei den Kommunen verbleibenden Kassenkredite sind binnen 45 Jahren zu tilgen. Dreizehn saarländische Kommunen sichern derzeit erfolgreich in Zusammenarbeit mit der MAGRAL AG ihr Darlehensportfolio gegen Zinsänderungsrisiken ab.  Aus diesem Grund wurden die Einzelheiten der weiteren Zinssicherung der bei den Kommunen verbleibenden Kassenkredite abgestimmt. Sophie Deininger und Heinz Reich von der MAGRAL AG stellten Funktions- und Wirkungsweise der MAGRAL-Zinssteuerung vor und verglichen unterschiedliche Zinssicherungskonzepte hinsichtlich ihrer Kosten-Nutzen-Relation. Dabei wurde deutlich, dass eine beidseitige und aktive, d.h. jeweils auf die Zinskurve angepasste Zinssicherungsstrategie deutliche Kostenvorteile aufweist. Mit Blick auf den anstehenden Saarlandpakt und die daraus resultierenden, langfristigen Zinsänderungsrisiken aus den bei den Kommunen verbleibenden Kassenkrediten haben die Teilnehmer der Arbeitsgruppe vor allem eine Übereinkunft dahingehend getroffen, dass das Interesse der Kommunen weiter im Vordergrund stehen müsse – ganz nach dem Motto „gemeinsam für starke Kommunen“.

Steigende Zinsen – eine Gefahr für den Kommunalhaushalt? Stadt Roding hat vorgesorgt.

 Erstellt von Open PR |
Zinssteuerung

Die Stadt Roding ist gegen steigenden Zinsen gewappnet. Die Einführung einer Zinssicherung vor 11 Jahren schafft Sicherheit im Haushalt für Planungen.

RODING – (red).

Die Stadt Roding verfügt wie viele andere öffentliche Haushalte über einen notwendigen Kreditmittelbestand, welcher mit einem entsprechenden Zinsaufwand verbunden ist. Änderungen im Zinsniveau bringen dabei uneinschätzbare Risiken mit sich. Ziel der Einführung der Zinssicherung war es daher, von etwaigen Zinsrückgängen trotz festverzinslicher Darlehen zu profitieren sowie die Stadtkasse bei Zinsanstiegen vor zusätzlichen Belastungen zu schützen.

Die Stadtkämmerei arbeitet hier mit dem Beratungsunternehmen MAGRAL AG zusammen.
Eine wesentliche Besonderheit des Beratungsansatzes der MAGRAL AG ist es, nicht auf einer Zinsmeinung (also einer Annahme zur künftigen Zinsentwicklung) aufzubauen.  
Hierzu Josef Zwicknagl, Leitung der Finanzverwaltung Roding: “Bei Einführung des Zinsmanagement lagen Angebote von verschiedenen Anbietern vor, wobei es sich bei allen um seriöse Institute mit langjähriger Erfahrung auf dem Kreditmarkt handelte. Ausschlaggebend für unseren derzeitigen Partner war dabei, dass es sich um ein unabhängiges Institut handelt, welches selbst keine eigenen Derivate anbietet. Insofern kann verhindert werden, dass nur Produkte eines einzelnen Bankhauses Verwendung finden. Über die letzten 11 Jahre hat die Qualität der Beratung sowie das Ergebnis der Zinssteuerung diese Entscheidung bestätigt.”
Die Zinssicherung der MAGRAL AG stellt ein separates Finanzinstrument dar, welches im Rahmen der strengen gesetzlichen Vorgaben, unabhängig von laufenden Krediten, abgeschlossen werden kann. Wir können auf Veränderungen der Zinskurve flexibler und effektiver reagieren. Durch eine ständige Überwachung der Verträge sowie eine fachlich und strategisch fundierte Beratung kann man so die Zinsbelastung deutlich reduzieren. 
Die Empfehlung von Zwicknagl an Kommunen mit einer hohen Kreditbelastung: “Auch wenn es sich bei der Zinssteuerung um ein komplexes Thema handelt, vor dem man auf den ersten Blick vielleicht zurückschrecken mag, so sollten die erzielbaren Erfolge für sich sprechen. Mit einer kompetenten Beratung, wie zum Beispiel von der MAGRAL AG, ist der Weg zu einem erfolgreichen Zinsmanagement nicht weit.”

OPEN PR Das offene PR Portal – Hannover

Langjährige und erfolgreiche Zinssicherung in Namborn

Zinssteuerung

Zinslastsenkung von über 1,8 Millionen Euro bei dauerhafter Absicherung des Darlehensportfolios

NAMBORN – (red). Anlässlich der letzten Sitzung in meiner Dienstzeit mit unserem Finanzdienstleister MAGRAL AG München wurde ich mit einer Urkunde geehrt.
Im Jahr 2012 suchten wir einen professionellen Partner für die Zinssteuerung, der das Kreditportfolio durch eine aktive Steuerung sichert und dabei die Zinslast senkt. Es wurde ein Beratungsvertrag mit dem renommierten Finanzdienstleister MAGRAL AG geschlossen. Die Erfolge dieser Zusammenarbeit sind beachtlich. In sechs Jahren kommunaler Zinssteuerung konnte für unsere Gemeinde eine Zinslastsenkung von über 1,8 Millionen Euro erzielt werden und das bei dauerhafter Absicherung des Darlehensportfolios.

Zugeordnete Dateien

150_44_Namborn.pdf  (2 MB)

MAGRAL-Zinssteuerung in der Gemeinde Schiffweiler

Schiffweiler spart bei den Zinsen

SCHIFFWEILER – (red). Durch professionelle Zinssteuerung Millionen gespart: Für Kommunen stellen steigende Zinsen auf die bestehenden Kredite ein hohes Kostenrisiko dar. Um dieses zu minimieren, entschied sich die Gemeinde Schiffweiler Ende 2011, die Zinsänderungsrisiken der kommunalen Darlehen und Kassenkredite mit Hilfe der Magral AG, einem Spezialisten für kommunales Schuldenmanagement, professionell zu steuern. Dank dieser Zinssteuerung ist die Gemeinde Schiffweiler nunmehr seit sechs Jahren gegen steigende Zinsen abgesichert und konnte als positiven Nebeneffekt sogar mehrere Millionen an Zinsausgaben einsparen. Beträge, die der Gemeinde auch schon zugeflossen sind. Das teilt das Schiffweiler Rathaus mit.

Mit dieser Zinssteuerung gehört die Gemeinde Schiffweiler nach eigenen Angaben zu den erfolgreichen deutschen Vorreitern im aktiven kommunalen Schuldenmanagement. Die Kostenersparnisse erleichtern es der Gemeinde, Investitionen im Infrastrukturbereich und für Aus- oder Neubau von Kindertagesstätten zu schultern. Fraktionsübergreifend wertet der Gemeinderat diese Zusammenarbeit der Kämmerei mit dem Beratungsunternehmen höchst positiv; Bürgermeister Markus Fuchs: „Aus unserer Erfahrung können wir diese Art des Vorgehens nur empfehlen“.

Saarbrücker Zeitung

Fachtagung “Kommunale Zinssteuerung” in Niedersachsen

Am 12. März 2015 veranstaltete die MAGRAL AG eine Fachtagung zum Thema „Kommunale Zinssteuerung“ in Niedersachsen.

Über 40 interessierte Entscheidungsträger der kommunalen Finanzwirtschaft, mit einer „anwesenden“ Verschuldung von ca. € 4,5 Mrd. €, folgten der Einladung nach Hildesheim in das Parkhotel Berghölzchen. Die Finanzverantwortlichen der Kommunen informierten sich eingehend über die Möglichkeiten der professionellen Zinssteuerung. Das vielseitige Tagesprogramm befasste sich mit den wesentlichen Aspekten der kommunalen Zinssteuerung, wie zum Beispiel dem rechtlichen Rahmen (BilMoG, § 254 HGB n.F. und IDW RS HFA 35), verschiedenen Arten von Zinstauschverträgen bis hin zur prospektiven Szenarioanalyse und Portfoliosteuerung. Die Spezialisten der MAGRAL AG zeigten die beiden Arten von Zinsänderungsrisiken (Zahlungsstromänderungsrisiko und Wertänderungsrisiko) auf. Darauf aufbauend, gemäß den allgemeinen Haushaltsgrundsätzen des Konnexitätsprinzips und der gesetzlichen Vorgaben, wurde gezeigt, wie Kreditportfolios durch den Einsatz von ausschließlich bewährten, einfach nachvollziehbaren Zinssicherungsinstrumenten erfolgreich abgesichert und gesteuert werden. Mit Hilfe der MAGRAL-Zinssteuerung können Kommunen streng nach dem Prinzip der „Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit“ die Zinskosten ihres Darlehensportfolios senken, bei gleichzeitig dauerhafter Absicherung gegen steigende Zinsen. An einem konkreten Beispiel wurde die Wirkungsweise der Zinssteuerung in der Praxis aufgezeigt.

Zinsen in Millionenhöhe eingespart

Trotzdem muss die Gemeinde Schiffweiler auch 2015 auf die Kostenbremse drücken

Wie der Stadt Neunkirchen, ist auch der Gemeinde Schiffweiler ein Großteil der Gewerbesteuern weggebrochen. Trotzdem kann Bürgermeister Markus Fuchs einige Investitionen für 2015 vermelden.

Schiffweiler. Aus Kostengründen verzichtet die Gemeinde Schiffweiler seit Jahren auf den Neujahrsempfang. Bürgermeister Markus Fuchs (SPD) trauert diesem großen Treffen von Bürgern und Kommunalpolitikern nach. „Aber als Haushaltssanierungsgemeinde hätten wir Probleme, eine solche Ausgabe zu rechtfertigen.“ Bereits im fünften Jahr muss Schiffweiler kräftig auf die Sparbremse treten, „es wird immer schwieriger“, bekennt Fuchs. Trotzdem sei es gelungen, durch verschiedene Maßnahmen für 2015 sogar rund 660 000 Euro einzusparen. Dies sei nur mit großer Kraftanstrengung möglich, sagte der Bürgermeister gestern im SZ-Gespräch. „Was uns wehtut, ist der Einbruch an Gewerbesteuereinnahmen im vergangenen Jahr.“ Eine gute Entwicklung hat dafür das Zinsmanagement genommen. Das Engagement einer Münchner Beraterfirma hat sich buchstäblich ausgezahlt, nämlich durch das Einsparen von Zinsen in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Besonders wichtig sei, dass die Gemeinde Zinssicherheit für die nächsten Jahre habe.

Ein „Riesenthema“ ist laut Fuchs die Interkommunale Zusammenarbeit. In verschiedenen Bereichen wie der Verkehrsüberwachung funktioniert sie bereits, Schiffweiler und Merchweiler wollen jetzt eine Atemschutz- und Schlauchwerkstatt für die Feuerwehren am Standort Heiligenwald auf den Weg bringen. Zum Abschluss komme auch bald das gemeinsame Rats- und Informationssystem der Kommunen (außer Ottweiler und Illingen) und des Kreises, berichtet Fuchs. Überlegenswert ist es nach Ansicht des Bürgermeisters, Teile des Standesamtes wie die Beurkundung von Geburten den Neunkirchern zu überlassen, zumal ohnehin die meisten Kinder auf dem Kohlhof geboren werden. Um Kosten zu sparen, steht eben einiges auf dem Prüfstand. So wird 2015 auch ein Sportstätten- und Entwicklungskonzept erarbeitet, denn angesichts sinkender Einwohnerzahlen wird wohl nicht mehr alles in bisherigem Maße gebraucht. Ein Beispiel ist der Tennisverein Schiffweiler, der sich nach Auskunft des Bürgermeisters aufgelöst hat. Ein heißes Eisen ist dagegen das Freibad Landsweiler-Reden, in das kräftig investiert werden müsste, um es zukunftsfähig zu machen. Noch kann die Sanierung der Filteranlage und der damit verbundene Austausch von 100 Tonnen Sand verschoben werden. Ein Gutachten soll zeigen, ob sich eine entsprechende Investition von rund 100 000 Euro rechnen würde. In diesem Jahr wird aber wohl noch alles beim Alten bleiben, das Freibad wird voraussichtlich wie gewohnt im Mai öffnen.

Kontraproduktiv, um es so salopp zu formulieren, ist bei allen Sparanstrengungen der Gemeinde die Erhöhung der Kreisumlage. Für Schiffweiler werde sie 2015 wohl die 8-Millionen-Grenze überschreiten. Erfreulicheres kann Markus Fuchs beim Thema Tourismusförderung vermelden. Zu Heinz-Peter Klein, dem neuen Standortmanager von Reden, sagt er: „Ich denke, dass es der richtige Mann ist.“ Fortschritte gibt es beim Projekt Itzenplitz. Dank der Förderung durch die RAG-Stiftung über 240 000 Euro können auf (Pumpenhäuschen) und um den Weiher (Weg nach Reden) einige Pläne realisiert werden. Rund 330 000 Euro werden auch für den Ankauf von Flächen und deren Gestaltung rund um den Bahnhof Landsweiler-Reden in die Hand genommen.

Außerdem stehen im Haushalt 400 000 Euro für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED bereit. Wichtige und teure Investitionen werden wieder bei der Kanalisation getätigt, außerdem soll der Ausbau des Baugebietes Herrengarten III 2015 über die Bühne gehen und die dritte Bauphase der Leopoldstraße. Und vielleicht gibt es dann in einem Jahr sogar wieder die Möglichkeit, hofft der Bürgermeister, kostengünstig einen Neujahrsempfang auf die Beine zu stellen. 

Saarbrücker Zeitung

Erfolgreiche Zinssicherung in Nottuln

-luw- Nottuln. Die Zusammenarbeit der Gemeinde Nottuln mit dem Finanzberatungsunternehmen Magral AG (München) bleibt eine Erfolgsgeschichte.

Im Jahre 2015 überwies das Unternehmen der Gemeinde einen Erlös von 159.577,52 Euro, wie die Gemeindeverwaltung im Haupt- und Finanzausschuss berichtete. Bei dem Geld handelt es sich um Erträge aus Zinssicherungsgeschäften.

Im Dezember 2010 hatte der Gemeinderat auf Initiative und Anraten des Beigeordneten Klaus Fallberg die Zusammenarbeit mit der Magral AG beschlossen. Fallberg, der am Dienstag zum letzten Mal als Beigeordneter an der Ausschusssitzung teilnahm, zog eine ausgesprochen positive Bilanz der Zusammenarbeit mit der Magral AG.

Seit dem Jahr 2011 seien dadurch über 1,2 Millionen Euro in die Gemeindekasse geflossen – und dies ohne Risiken. CDU-Ratsherr Georg Schulze Bisping sprach dem Beigeordneten seinen ausdrücklichen Dank dafür aus, dass er seinerzeit die Initiative zu dieser Zusammenarbeit ergriffen habe.

Westfälische Zeitung – Nottuln

Hinweis der MAGRAL AG:
Die o.g. € 159.577,52 wurden nicht von der MAGRAL AG an die Stadt Nottuln überwiesen, sondern flossen der Stadt Nottuln aus den abgeschlossenen Zinssicherungsverträgen direkt von den beteiligten Banken zu.

MAGRAL-Zinssteuerung in der Stadt Schotten

Schotten als Vorreiterkommune

FAZIT Stadt spart mehrere Hunderttausend Euro / Bürgermeisterin und Finanzchef über die Erfolge der Zinssicherung

SCHOTTEN – (red). Wenn es darum geht, die Grundlagen und Voraussetzungen für einen geregelten Kommunalhaushalt zu schaffen, dann ist die Finanzabteilung die zentrale Stelle einer Stadt wie Schotten. Im laufenden Betrieb sind ständig weitreichende Finanzentscheidungen erforderlich. „In einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld haben die Kämmerer eine Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben zu bewältigen und Entscheidungen zu treffen”, sagt Norbert Zimmermann, Leiter der Finanzabteilung der Stadt Schotten.

Die in vielen Kommunen, so auch in Schotten bestehende prekäre Finanzsituation erfordert gezieltes und verlässliches Vorgehen etwa bei der Organisation der Darlehensverwaltung und der Minimierung von Zinsänderungsrisiken.

„Die alten Regeln und Prinzipien einer geordneten Finanzverwaltung, wie man sie uns einst lehrte, helfen da allein nicht mehr weiter. Heutzutage müssen wir uns immer stärker zusätzlicher professioneller Hilfe bedienen, um die kommunalen Schulden im Griff zu behalten”, ist Zimmermann überzeugt. Dank seines hartnäckigen Bemühens, unterstützt von Bürgermeisterin Susanne Schaab und dem Magistrat, hat die Stadt Schotten hier inzwischen eine Vorbildfunktion im hiesigen Raum eingenommen. Bereits seit November 2010 arbeitet die städtische Kämmerei mit dem Expertenteam des renommierten Münchener Finanzinstitutes Magral AG auf Erfolgshonorarbasis zusammen und verzeichnet seither beachtliche Erfolge. Darüber hinaus ist die Stadt Schotten Mitglied im Bundesverband öffentlicher Zinssteuerung, der bundesweit die Interessen der zinssteuernden Landkreise, Städte und Gemeinden vertritt. Die bei der Stadt Schotten für die Zinssicherung verantwortlichen Bediensteten Anja Krieg und Norbert Zimmermann nehmen unter anderem auch dort regelmäßig an Schulungen teil.

Bis zum Jahresende 2015 flossen nach Angaben von Bürgermeisterin Schaab in nur fünf Haushaltsjahren durch die professionelle Zinssteuerung bereits Zahlungen von mehr als 650 000 Euro an die Stadt Schotten. „Hierbei handelt es sich nicht etwa um eine undurchsichtige Besonderheit der Schottener Finanzverwaltung“, betont die Schottener Verwaltungsleitung, „sondern geradezu um eine Pflichtaufgabe. Nach den allgemeinen Haushaltsgrundsätzen der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) sind die Kommunen nämlich verpflichtet, ihre Haushalte sparsam und wirtschaftlich zu führen. Dies schließt auch ein aktives Schuldenmanagement ein.“

Doch wie funktioniert die Zinssteuerung? „Vereinfacht ausgedrückt bildet das Zinsmanagement einen Sicherungsrahmen um das bestehende Darlehensvolumen. Zinsrisiken werden abgebaut”, erläutert Zimmermann. „Über einfache Sicherungsinstrumente können Zinsen in den optimalen Laufzeitbereichen vereinbart und hierdurch Zinsänderungsrisiken ausgesteuert werden, ohne in die vorhandenen Darlehensverträge einzugreifen. Zinssicherung im Sinne einer konservativen Zinssteuerung bedeutet, zu keinem Zeitpunkt das Risiko der bestehenden städtischen Darlehen in der Gesamtsicht zu erhöhen.”

Inzwischen wächst die Zahl der kommunalen Einrichtungen, die die innovativen Möglichkeiten eines optimierten Schuldenmanagements für sich erkannt haben und sich hierdurch die ansonsten kaum zu realisierenden Einsparungen sichern wollen. Auf Initiative der Stadt Schotten wurde etwa auch beim Abwasserverband Oberhessen (AVOH), bei dem Schotten Mitglied ist, im Oktober letzten Jahres die Zinssteuerung eingeführt. Hier lag der finanzielle Erfolg nach nur drei Monaten zum Jahresende 2015 bei fast 25 000 Euro. Insofern hat die Vogelsbergstadt viel Überzeugungsarbeit geleistet und in diesem Finanzbereich die Rolle der regionalen Vorreiterkommune übernommen.

Kreis-Anzeiger, Zeitungsgruppe Zentralhessen

Erfolgreiche Zinssteuerung im Landkreis Ebersberg, Landrat mit den Ergebnissen sehr zufrieden

Jede Privatperson, die beispielsweise Baudarlehen abgeschlossen hat, kennt das: Wurde eine längere Zinsfestschreibung eingegangen, sinken möglicherweise nach Kreditabschluss die Marktzinsen, man bezahlt dann entsprechend zu viel. Wurde aber eine Zinsbindung mit kurzer Laufzeit gewählt, sind zum Zeitpunkt der Kreditverlängerung die Marktzinsen vielleicht gestiegen. Das sich hieraus ergebende Zinsänderungsrisiko muss entsprechend teuer bezahlt werden. Die gleiche Problematik trifft auch institutionelle Schuldner mit höheren Kreditverbindlichkeiten, wie zum Beispiel Kommunen. Diese können aber so genannte Zinstauschverträge zum Einsatz bringen, um sehr flexibel Zinsbindungsfristen zu verkürzen oder zu verlängern und sich so gegen die aufgezeigten Zinsänderungsrisiken abzusichern. 

Seit Mai 2007 lässt sich der Landkreis Ebersberg auf Grund eines Beschlusses des Kreisausschusses vom Münchner Finanzdienstleistungsinstitut MAGRAL AG im Bereich Zinssteuerung und Zinssicherung beraten. Ziel des Beratungsvertrages ist es, das kommunale Kreditportfolio des Landkreises professionell gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern, um Kosten aus bestehenden Darlehensverbindlichkeiten zu reduzieren. Dieser Beratungsvertrag zahlt sich für den Landkreis in barer Münze aus. “Durch den Einsatz von Zinstauschverträgen konnten seit 2007 nachweislich über zwei Millionen Euro auf der Haben-Seite verbucht werden“, berichtet Finanzmanagerin Brigitte Keller. Landrat Robert Niedergesäß zeigte sich erfreut ob dieser Ergebnisse. “Die hoheitliche Entscheidung über den Einsatz der Instrumente verbleibt beim Landkreis und die aus der Beratung erzielten Ergebnisse können sich sehen lassen“, lobt der Landrat. Mit Ausnahme eines weiteren Bayerischen Landkreises haben andere Landkreise die Chance der professionellen Zinssteuerung noch nicht genutzt, während das Thema Zinssicherung in den Bayerischen Städten längst Einzug gehalten hat, wie Beispiele aus Bad Wörishofen, Burglengenfeld, Kronach oder Bad Kissingen zeigen. „Der Landkreis Ebersberg versucht aktiv sich vor Zinsrisiken zu schützen“, so Niedergesäß. „In Ergänzung zu den Kommunalkreditverträgen kommen bei der Zinssteuerung nur konservative, bewährte und einfach nachvollziehbare Zinstauschverträge zum Einsatz, auch kommunalrechtlich werden keine Spekulationsgeschäfte betrieben. Für das Haushaltsjahr 2014 ergeben sich aus der Analyse des Kreditportfolios mittels Zinsszenarien erneut positive Zinszahlungen aus der Zinssteuerung an den Landkreis: Ein positives Ergebnis in Höhe von 40.000 Euro steht bereits heute fest und weitere 60.000 Euro sind eingeplant“, erklärte Martin Gresser, Vorstand der MAGRAL AG, anlässlich der jüngsten Strategiesitzung im Landratsamt. 

Quelle: Aktuelles Landskreis Ebersberg vom März 2014